Bohemian Look von Missoni, Foto (c) PR
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Vitra Neuheiten Salone Mobile 19, Foto (c) PR
Vitra Neuheiten Salone Mobile 19, Foto (c) PR
Esstische und Leuchten von Gubi, Foto (c) PR
Esstische und Leuchten von Gubi, Foto (c) PR
Clap Armstühle von Kartell, Foto (c) PR
Clap Armstühle von Kartell, Foto (c) PR
Spiegel La Plus Belle von Flos, Design Philippe Starck, Foto Filip Slapal
Spiegel La Plus Belle von Flos, Design Philippe Starck, Foto Filip Slapal
Tapete Ausgestorbene Tiere von Moooi, Foto (c) PR
Tapete Ausgestorbene Tiere von Moooi, Foto (c) PR
Sofa-System Chamfer von Moroso, Foto (c) PR
Sofa-System Chamfer von Moroso, Foto (c) PR
Schlafsofa Josh von Signet, Foto (c) PR
Schlafsofa Josh von Signet, Foto (c) PR
Möbel Tesaurus von Maxalto, Foto (c) PR
Möbel Tesaurus von Maxalto, Foto (c) PR
Trendscout

Die Wiederkehr der Bohème!

Neue Lebensformen und Arbeitsmodelle haben Auswirkungen auch aufs Wohnen und Einrichten. Der „Bohemian Style“ besticht durch einen bunten Mix aus Farben, Mustern und Materialien. Alles ist erlaubt, Hauptsache die Bewohner fühlen sich wohl.

Jemand, der sich um Konventionen wenig schert, für den Vorgefertigtes banal ist und der Dinge gerne in einen neuen Zusammenhang stellt, sie mit anderen Dingen mixt und daraus etwas Eigenes macht – das ist ein New Bohemian. Diese Lebenseinstellung spiegelt sich auch in seinen Lebensräumen wider. Sie sind zugleich Büro und Galerie, Showroom, Atelier und Musikstudio und schaffen Raum für die eigene Kreativität.

Die neuen Bohemiens sind weit gereist, haben viele Kulturen kennengelernt und bringen fremde Ästhetiken, Farben und Muster mit nach Hause. Beim Einrichten mixen die neuen Bohemiens die klaren Linien und die Funktionalität klassischen modernen Designs mit dem dekorativen Überschwang der Bohème. Herman Miller steht neben Handgetöpfertem, USM neben Ethno-Möbeln. Bohemiens kennen den Wert von Qualität, exzellenten Materialien und perfekter Handwerkskunst. Der Boho-Chic hat viele Ingredienzien: kräftige Farben, bunt gemixt. Muster, viele davon ethnischen Ursprungs aus Afrika, Südamerika, Indien, dem Orient. Und Textilien. Weich, sinnlich, fließend, strukturiert, hochwertig gewebt. Dabei gilt: Mehr ist mehr! Es kann (fast) nicht genug Kissen in allen Farben geben, gemusterte Decken setzen Kontraste, Teppiche sind ein Muss. Bei den Möbeln stehen Vintage-Einzelstücke, gerne aus den Fünfzigern und Sechzigern, aber auch Klassiker des Bauhauses oder der Nachkriegsmoderne neben Möbeln aus den aktuellen Produktionen. Die orientieren sich immer öfter am Bohemian Style. Vitra widmete beim Salone del Mobile in Mailand im April eine ganze Szenerie dem Typus des Bohemien – und adelte damit die Idee zum Trend. Hella Jongerius etwa hat für Vitra nicht nur das Vlinder Sofa, sondern auch passende Poufs entworfen – farbige verzierte Sitzkissen, wie man sie aus dem Orient kennt. Eines der entscheidenden Kennzeichen des Bohemian Style ist Individualität. Jeder ist ein Künstler, jeder kreativ. Kein Wohnzimmer gleicht dem anderen. Jeder richtet sich nach seinem Gusto, nach den eigenen Bedürfnissen und den persönlichen Erfahrungen ein. Erstaunlich viele Hersteller wagen sich in die Bohemian-Ecke vor. Moroso, Gubi, Maxalto, Wittmann – alle experimentieren mit Farben, Mustern, Materialien und lösen sich immer mehr von stilistischer Strenge und formaler Enge.

Die ganze Geschichte über den Bohemian Style und seine Ursprünge lesen Sie im neuen CI Magazin.


Text: Peter Würth

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