Homestory
Wohnen in alten Gemäuern
Zum Anbeten schön

Halleluja

In ihrem Zuhause sind Vergangenheit und Gegenwart eng miteinander verwoben: Designerin Milla Novo und Nigel Nowotarski wohnen und arbeiten in der Kapelle eines ehemaligen Klosters. Der Altarraum mit Rundbogenfenstern, sechs Meter hohen Decken und sakralen Wandmalereien war Liebe auf den ersten Blick und der perfekte Ort, um ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen.
Zum Anbeten schön
Homestory: Catherine Hug

Das neugotische Kloster St. Lucia liegt im Dorf Bennebroek, nur etwa 30 Autominuten von Amsterdam entfernt. Ein prachtvoller Bau aus rotem Backstein, der 1896 von den Soeurs du Sacré-Coeur erbaut und bis 2007 von den Franziskanerinnen bewohnt und bewirtschaftet wurde. Zehn Jahre später dann wurde St. Lucia in 18 Wohneinheiten umgewandelt – für Milla und Nigel die Gelegenheit, sich ihren Wohntraum zu verwirklichen.

Es war der Altarbereich, der es den beiden angetan hatte: Die halbrunde Grundfläche mit 190 Quadratmetern und stolzen sechs Metern Deckenhöhe bot ideale Voraussetzungen für offenes Wohnen und Arbeiten über mehrere Ebenen und außerdem genug Platz für die großzügigen Wandbehänge, die die Designerin mit traditionellen Handwerkstechniken fertigt.

Das Buntglas hatte der Projektentwickler bereits im Vorfeld entfernt und ein Podest eingebaut, um den Blick aus den Bogenfenstern zu ermöglichen. Deren runde Formen ziehen sich indes wie ein roter Faden durch die Einrichtung: Von den Hängeleuchten (Formagenda) bis hin zum Stuhl Roly Poly von Driade oder dem Esstisch Pillar von HK Living verweisen sie auf die sakrale Ursprungsarchitektur. Farblich orientiert sich die Einrichtung an den während der Renovierung entdeckten und freigelegten originalen Wandmalereien und den Wandbehängen von Milla, die mit den Räumen zu einer harmonischen Einheit verschmolzen sind.

Die großzügigen Dimensionen der Kapelle bewahrte das Paar durch den Einbau einer offenen Empore über Küche und Essbereich. Hier befinden sich weitere Wohn- und Schlafbereiche, die über zwei Treppen zu erreichen sind. So entstand ein fließendes Raumgefüge mit viel Ruhe, Platz und Tageslicht – essentiell für die Künstlerin und ihre Werke.

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