Happy Birthday Stapelliege
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Entworfen von Herzog & de Meuron, entwickelt im engen Austausch mit ClassiCon und entstanden aus einem architektonischen Kontext: Der Corker ist kein klassisches Möbel, sondern das Ergebnis eines Entwurfsprozesses, den Designer und Hersteller gemeinsam getragen haben. Als massiver Hocker aus Kork wirkt er ruhig, selbstverständlich, beinahe archetypisch. Doch diese formale Zurückhaltung ist kein Zufall, sondern das Resultat eines präzisen Zusammenspiels von Idee, Material und Machbarkeit.
Die Idee zum Corker entstand während der Arbeit am Serpentine Pavillion. Ganz natürlich und beinahe naiv“, beschreibt Jacques Herzog den Anfang. So wurden für das jährlich wechselnde Sommerbauwerk der Londoner Serpentine Gallery in den Kensington Gardens wurden flexible, robuste Sitzgelegenheiten gebraucht. Kein ausgefeiltes Industrial-Design-Produkt, sondern eine unmittelbare Reaktion auf Nutzung und Raum.
Weil im Pavillon mit Kork gearbeitet wurde, rückte der Werkstoff selbst in den Fokus des Entwurfs. „Kunststoff? Holz? Nein, Kork! Der ist formbar, kann recycelt werden und hat wunderbare taktile Eigenschaften.“ Aus dieser materialgetriebenen Entscheidung entwickelte sich auch die Form: Die Silhouette eines Champagnerkorkens wurde zum gestalterischen Ausgangspunkt. Direkt, verständlich, beinahe ein Pop-Art-Objekt.
Für ClassiCon begann an diesem Punkt erst der eigentliche Entwurfsprozess. Im engen Austausch mit den Architekten und dem Produzenten in Portugal wurde anhand zahlreicher Prototypen geprüft, wie sich naturbelassener Kork am besten verarbeiten lässt: Welche Dichte trägt? Welche Pressung hält dauerhaft? Wie verändert sich die Oberfläche im Freien? Ganz im Sinne der Nachhaltigkeit kommt der Corker nun ohne künstlichen Klebstoff aus und ist sogar kompostierbar. Dafür werden die Korkstücke unter heißem Dampf und hohem Druck ganz natürlich durch das austretende Harz verklebt.
ClassiCon brachte in die Zusammenarbeit Erfahrung in Serienfertigung, Präzision und Langlebigkeit ein, während Herzog & de Meuron darauf bestanden, die Eigenheiten des Materials sichtbar zu lassen. Poren, feine Risse und minimale Unregelmäßigkeiten wurden nicht geglättet, sondern bewusst akzeptiert. Der Corker sollte nicht makellos wirken, sondern authentisch.
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