Wie viel Wandel passt in mein Leben?
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Sandro lebte schon hier, lange bevor Karen-Sofie einzog – in einer grosszügigen Männer-WG, Minigolf-Spiele im noch leeren Wohnzimmer inklusive. Mit ihrem Einzug entwickelte sich, Schritt für Schritt die Einrichtung: ein weiches Ledersofa von DePadova vor der mit Kunstwerken und Büchern gefüllten Wohnwand, dazu Marmorflächen, Betonwände und dunkler Nussbaum. Flauschige Teppiche und üppige Vorhänge und dazwischen Objekte mit Herkunft: eine Keramikvase von Sandros Mutter, die in Zürich ein kleines Töpferstudio betreibt und zahlreiche Werke junger Künstler*innen, die Karen-Sofie aus ihrer Arbeit als Kunsthändlerin begleitet. Werke von Maseco oder Gina Fischli sind nun Teil des Alltags des jungen Paares. Genauso wie Möbelklassiker von Vico Magistretti, Børge Mogensen oder Pierre Jeanneret.
Zurückhaltender, ruhiger ist das Schlafzimmer gestaltet. Das große textile Bett auf hellem Veloursteppich wird flankiert von kubischen Nachttischen aus Marmor und einer Stilnovo-Stehleuchte aus den 1950er-Jahren. Für ruhige Momente sorgt der Alta Lounge Chair mit Ottomane von Oscar Niemeyer aus den 1970er-Jahren. Am Bettende steht eine Bank aus der Chandigarh-Kollektion von Pierre Jeanneret.
Ein zweites, kleineres Zimmer mit mintgrünen Wänden dient dem Paar als Arbeits- und Rückzugsort. Hier entsteht Karen-Sofies Fashionlabel 1308, benannt nach dem Datum ihres Kennenlernens. Ein farblich abgestimmter Veloursteppich und zwei Camaleonda-Elemente von Mario Bellini (Cassina) schaffen eine entspannte Atmosphäre. Neben der Leuchte Taccia (Flos) erinnert eine kleine Zeichnung an ihren Anfang als Paar: Eine Blume, von Sandro gezeichnet, war das erste Geschenk – und vielleicht das persönlichste Objekt der gemeinsamen Wohnung.
Am deutlichsten verdichtet sich das Miteinander im Essbereich und an der Musikecke. Der große Tisch mit Stühlen aus der Chandigarh-Kollektion von Pierre Jeanneret ist Bühne für Gastfreundschaft und lange Abende. Nicht weit davon entfernt: die stetig wachsende gemeinsame Plattensammlung, inszeniert mit rundem Spiegel und schwarzer Tischleuchte Apollo von Vico Magistretti – eine stille Verbeugung vor dem Vinyl, einer gemeinsamen Leidenschaft des Paares.
»UNSERE PLATTENSAMMLUNG WÄCHST MIT UNS – JEDE BRINGT EIN STÜCK GESCHICHTE DAZU.«
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